Transparenz, Fairness und Teamgeist: Herausforderungen des ASKÖ Leonding Tischtennis

Veröffentlicht am: 5. 4. 2025 – Autor: Manfred Wunder

In den vergangenen Tagen hat es rund um die Sektion Tischtennis der ASKÖ Leonding einige Entwicklungen gegeben, über die ich als langjähriges Mitglied sachlich und transparent informieren möchte. Der Sport lebt von Fairness – nicht nur an der Platte, sondern auch in der Vereinsstruktur. Genau diese Fairness war der Auslöser für eine Diskussion, die nun unerwartete Ausmaße angenommen hat.


Gruppe beim Tischtennistraining in Leonding, Indoor-Sporthalle.


Der Ursprung: Ein sachlicher Blick auf die Zahlen


Vor kurzem habe ich einen detaillierten Bericht zur Finanzierungsgerechtigkeit innerhalb unseres Hauptvereins, der ASKÖ Leonding, verfasst.

Der Anlass dafür war die für uns schwer nachvollziehbare finanzielle Situation unserer Sektion.

Die Faktenlage stellt sich wie folgt dar: Die ASKÖ Leonding erhält von der Stadtgemeinde jährliche Zuschüsse in Höhe von ca. 115.000 Euro. Unsere Tischtennissektion, die mit rund 35 engagierten Mitgliedern einen aktiven Spielbetrieb aufrechterhält, hat in der Vergangenheit eine jährliche Unterstützung von 1.000 Euro erhalten. Im Jahr 2025 wurde dieser Betrag durch den Hauptvorstand auf 500 Euro halbiert. Für 2026 steht laut Vereinsführung sogar eine komplette Streichung der Unterstützung im Raum.

Gleichzeitig spielen wir auf Tischtennistischen, die bereits 40 Jahre alt sind, und leisten mit 85 Euro pro Jahr einen substanziellen Mitgliedsbeitrag, um unseren Sport überhaupt ausüben zu können.

Mein Bericht stellte lediglich die Frage in den Raum, ob es gerechtfertigt ist, dass eine gut geführte und sparsam wirtschaftende Sektion wie unsere faktisch von den Gemeindezuschüssen ausgeschlossen wird, während andere Bereiche des Hauptvereins offenbar den Großteil der Mittel binden.


Eine unerwartete Reaktion


Die Reaktion auf diese sachliche Bestandsaufnahme fiel überraschend drastisch aus. Mir wurde über die Sektionsleitung mündlich mitgeteilt, dass der Hauptvorstand der ASKÖ Leonding meinen sofortigen Ausschluss aus dem Verein beschlossen hat.

Ein solches Vorgehen wirft naturgemäß Fragen auf – nicht nur in Bezug auf die Vereinskultur, sondern auch hinsichtlich der Einhaltung unserer eigenen Vereinsstatuten.

Nach § 10 Abs. 4 der Statuten der ASKÖ Leonding ist einem Mitglied vor einem Ausschlussbeschluss zwingend die Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. Dies ist nicht erfolgt.

Ebenso wenig liegt ein statutenkonformer „wichtiger Grund“ für einen Ausschluss vor, da das Äußern sachlicher Kritik zur Wahrung der Vereinsinteressen ein grundlegendes Recht jedes Mitglieds darstellt.


Die Sektion im Fokus


Besonders bedauerlich an dieser Entwicklung ist, dass unsere ehrenamtliche Sektionsleitung – namentlich Josef D. und Helmut F. – in diesen Konflikt hineingezogen wurde. Aus der Kommunikation der letzten Tage geht hervor, dass der Beschluss zu meinem Ausschluss direkt vom Hauptvorstand (Obmann Anton R. und Vizebürgermeister/Vorstand Askö Leonding Karl R.) ausging und der Sektionsleitung lediglich zur Umsetzung übergeben wurde.

Es steht die Befürchtung im Raum, dass der Hauptvorstand massiven Druck auf die Sektionsleitung ausgeübt hat, bis hin zu der Androhung, die gesamte Sektion Tischtennis aufzulösen, sollte mein Ausschluss nicht mitgetragen werden. Dass ehrenamtliche Sektionsleiter in eine solche Zwangslage gebracht werden, widerspricht dem Grundgedanken des gemeinsamen Sports.


Wie geht es weiter?


Mein Ziel war und ist es nicht, „in den Krieg zu ziehen“, wie es in den letzten Tagen formuliert wurde. Mein Ziel ist eine faire Behandlung unserer Sektion und eine transparente Verteilung der öffentlichen Fördermittel.

Ich habe den Vorstand der ASKÖ Leonding aufgefordert, mir den Ausschlussbeschluss formell und schriftlich zuzustellen, um die vorgesehenen vereinsrechtlichen Schritte (Berufung an die Mitgliederversammlung) einleiten zu können. Bis zu einer rechtskräftigen Klärung betrachte ich meine Mitgliedschaft als aufrecht.

Zudem werde ich in den kommenden Tagen das Gespräch mit unserer Sektionsleitung suchen, um die genauen Umstände aufzuklären und gemeinsam sicherzustellen, dass die Sektion Tischtennis keinen Schaden durch diesen Vorgang nimmt.

Manfred Wunder ersuchte im Vorfeld darum, dass unsere ehrenamtlichen Funktionäre der Sektion Tischtennis gemeinsam mit mir und den Verantwortlichen des ASKÖ Leonding die Situation besprechen.

Diesem Wunsch wurde seitens des Hauptvereins nicht entsprochen.

Zudem muss gewährleistet sein, dass Transparenz im Umgang mit den Steuergeldern besteht, welche von der Stadtgemeinde den Vereinen zur Verfügung gestellt werden.

Diese Abhandlung schadet dem Hauptverein, der anscheinend hier keine Transparenz will!


Der Sport in Leonding sollte von Zusammenhalt, Transparenz und gegenseitigem Respekt geprägt sein. Dafür werde ich mich weiterhin einsetzen.


Manfred Wunder

– führendes Mitglied, das die Sektion 2023 vor der Auflösung bewahrte / Schriftführung und Kassier.
– Betreiber dieser Webseite – kostenlos. Damit wurde wieder Leben in die Sektion gebracht.
– Unterstützung durch Sponsoring (über 3000,00 Euro für Bandenwerbung). Betrag explizit für Nachwuchs.
– aktive Nachwuchsbetreuung
– und vieles mehr …

Mann mit Brille im Sportanzug in Sporthalle lächelnd, früherer Logo-Polo, entspannte Atmosphäre.

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